Wie können wir Landschaften so gestalten, dass sie resilienter gegenüber Überschwemmungen und Trockenheit werden? Wie kann Wasser länger in der Fläche bleiben, wie können Böden widerstandsfähiger und lebendige, artenreiche Systeme gefördert werden?
Das Regenerationstraining ist ein praxisorientiertes Lern- und Arbeitsformat für regeneratives Landschaftsdesign, natürliche Wasserretention und klimapositive Landschaftsentwicklung. An konkreten Orten verbinden wir Landschaftsbeobachtung und fachliche Analyse mit Planung und direkter Umsetzung.
Die Teilnehmenden lernen, Wasserbewegungen und Potenziale einer Landschaft zu erkennen, Zusammenhänge zwischen Relief, Boden, Vegetation und Wasserhaushalt zu verstehen und daraus konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Retentionsmulden, kleine Rückhalteflächen, Biberdamm-Analoge, Bodenverbesserung und die Entwicklung neuer Biotopstrukturen.
Dabei bleibt es nicht bei theoretischen Konzepten: Wir arbeiten direkt in der Landschaft. Bestehende Planungen werden überprüft, Maßnahmen gebaut, Wasserwege beobachtet und die Ergebnisse gemeinsam weiterentwickelt. So entsteht ein Verständnis dafür, wie regenerative Landschaftsgestaltung Schritt für Schritt in die Praxis übersetzt werden kann.
Nachdem 2025 bereits ein Training zur Potenzialanalyse und 2026 ein erstes Umsetzungstraining stattgefunden haben, möchte die Hofgemeinschaft nun weiter daran arbeiten, die gewonnenen Erkenntnisse in die Landschaft zu bringen. Gemeinsam entwickeln wir die vorhandenen Wasserretentions-Prototypen weiter: Mulden, Biberdamm-Analoge, kleine Rückhalteflächen und Maßnahmen zur Verbesserung des Bodens. Alles wird von Hand gebaut, beobachtet, erprobt und weiterentwickelt – ergänzt durch Momente der inneren Regeneration.
Wir testen, wie viel Wasser tatsächlich kommt, wie es fließt und wo es bleibt. Wir beobachten genau und lernen von den Reaktionen der Landschaft. Aus kleinen, gezielten Maßnahmen können mit der Zeit größere und miteinander verbundene Biotopstrukturen entstehen.
So entwickeln wir Schritt für Schritt eine wachsende, lernende und ortsangepasste Wasserretentionslandschaft. Längerfristig könnte das Windrather Tal zu einer Modellregion heranwachsen, in der Wasserretention, Biodiversität und Bodenentwicklung mit der Stärkung gesunder Höfe, der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen und einer ganzheitlichen Landschaftsgestaltung verbunden werden.
Melde dich an und werde Teil der gemeinsamen Arbeit für die Regeneration und Gesundheit unserer Landschaften.
Das Training richtet sich an Menschen aus Landwirtschaft, Studium, Landschaftsplanung und -gestaltung, Wasserwirtschaft, Ökologie, Umweltbildung und Regionalentwicklung ebenso wie an engagierte Menschen, die sich fundiert mit der Regeneration von Landschaft beschäftigen möchten.
Im Mittelpunkt steht eine grundlegende Frage: Wie kann menschliches Handeln wieder zu einem regenerativen Bestandteil der Landschaft werden? Dafür verbinden wir Fachwissen, genaue Wahrnehmung, gemeinsames Lernen und konkrete Umsetzung.
Inhalte des Trainings
- Grundlagen und Prinzipien des regenerativen Landschaftsdesigns
- Herausforderungen und Lösungsansätze bei Erosion, Überschwemmung und Trockenheit
- Prinzipien und Praxis der natürlichen Wasserretention
- Potenziale der Landschaft erkennen und auf Karten weiterentwickeln
- Landschaftswahrnehmung als Grundlage für Planung und Gestaltung
- persönliche und innere Regeneration durch Übungen und Meditationen
- gemeinschaftliche praktische Arbeit am Hof zur Hellen
Übernachtung und Verpflegung
Die Mahlzeiten – Frühstück, Mittag- und Abendessen – werden vom Hofcafé mit eigenem Gemüse zubereitet. Für die Verpflegung durch den Hof bitten wir um einen Beitrag von 70 €. Dieser kann entweder gemeinsam mit der Teilnahmegebühr überwiesen oder vor Ort in bar bezahlt werden.
Eine Übernachtung im eigenen Zelt ist möglich. Der Stellplatz auf einer Wiese des Hofes ist im Preis inbegriffen. Wer eine feste Unterkunft bevorzugt, findet Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung.
Uhrzeiten und Ablauf
In Teilen des Trainings werden wir eine Schülergruppe einbeziehen. In diesen Zeiten liegt der Schwerpunkt voraussichtlich auf der praktischen Umsetzung und dem gemeinsamen Lernen in und an der Landschaft. Für fachliche Vertiefung, Reflexion sowie die gemeinsame Weiterentwicklung von Plänen und Ideen wird im weiteren Verlauf des Trainings entsprechend Raum sein.
Der Tag beginnt in der Regel um 9 Uhr. Über den Tag verteilt gibt es verschiedene kurze und längere Pausen. Die praktischen Umsetzungsaktivitäten enden in der Regel zwischen 16 und 18 Uhr. Einzelne fachliche Inputs, gemeinsames Lernen oder ein Filmabend zu Themen wie Wasser und regenerativem Landschaftsdesign können bis etwa 21:30 Uhr dauern.
Ein genauer Ablaufplan wird den Teilnehmenden nach der Anmeldung und kurz vor dem Training zur Verfügung gestellt.
Herzlich willkommen!
