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In diesem dreitägigen Training erkunden wir die Landschaft des Örkhofs mit besonderem Blick auf Pflanzen, Böden, Nährstoffkreisläufe und Lebensräume. Gemeinsam mit Hofgemeinschaft, Fachleuten und anderen Teilnehmenden untersuchst Du vorhandene Strukturen und entwickelst konkrete Ansätze für mehr Biodiversität und ökologische Resilienz.
Eine artenreiche Kulturlandschaft entsteht aus dem Zusammenspiel von Pflanzen, Böden, Wasser, Bewirtschaftung und vielfältigen Lebensräumen. Wie können wir diese Zusammenhänge besser verstehen – und daraus Möglichkeiten für eine regenerative Landschaft entwickeln?
Gemeinsam erkunden wir Kulturflächen und Biotope des Hofes, beobachten Vegetation sowie Boden- und Landschaftsstrukturen und fragen: Was erzählen uns Pflanzen über einen Standort? Welche Lebensräume sind bereits vorhanden? Wo liegen Potenziale für mehr biologische Vielfalt? Und wie können eine gesunde Bewirtschaftung und Biodiversitätsförderung zusammengedacht werden?
Fachliche Inputs wechseln sich mit Landschaftswahrnehmung, praktischer Feldarbeit und gemeinsamer Auswertung ab. Aus unseren Beobachtungen und Analysen entwickeln wir konkrete Maßnahmen für die Pflege und Weiterentwicklung einer vielfältigen und widerstandsfähigen Kulturlandschaft.
Das Training richtet sich an Menschen aus Landwirtschaft, Naturschutz, Landschaftsplanung, lokalen Behörden und verwandten Fachrichtungen – ebenso wie an alle Interessierten, die regenerative Ansätze kennenlernen und selbst aktiv werden möchten.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig sind Neugier auf Landschaft und die Bereitschaft, genau hinzuschauen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam an konkreten Fragestellungen zu arbeiten.
Regeneration beginnt mit Wahrnehmung.
Regenerative Landschaftsentwicklung beginnt für uns nicht mit einer fertigen Planung am Schreibtisch, sondern mit dem Ort selbst.
Deshalb arbeiten wir direkt in und mit der Landschaft. Die Erfahrungen der Hofgemeinschaft treffen auf fachliche Perspektiven, die Beobachtungen der Teilnehmenden und die Expertise der Referent*innen. Gemeinsam entsteht so ein vielschichtiges Bild des Ortes, aus dem konkrete und ortsspezifische Maßnahmen entwickelt werden können.
Unser Ansatz ist auch aus künstlerischen und kreativen Entwicklungsprozessen hervorgegangen. Neben fachlicher Analyse spielen deshalb Wahrnehmung, Kreativität und gemeinsames Erkunden eine wichtige Rolle.
Wenn wir uns intensiv mit einer Landschaft beschäftigen, verändert sich dabei auch unser eigener Blick. Wir nehmen Zusammenhänge bewusster wahr, entwickeln eine Beziehung zum Ort und erleben uns selbst als Teil natürlicher Kreisläufe. Deshalb gehören auch Momente des Innehaltens und der bewussten Wahrnehmung zu unserer Arbeit – nicht als getrenntes Programm, sondern als Teil des gemeinsamen Prozesses.
Regeneration verstehen wir damit nicht ausschließlich als ökologische Aufgabe. Tragfähige Veränderungen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, Menschen Verantwortung übernehmen und Landschaft gemeinsam gestalten.
Das Biodiversitätstraining beginnt am Montag, 10. Mai 2027, um 14 Uhr auf dem Örkhof und endet am Mittwoch, 12. Mai 2027, gegen 16 Uhr.
Ein genauer Ablaufplan wird rechtzeitig vor dem Training bekannt gegeben.
Neben der Hofgemeinschaft, allen Teilnehmenden und Referent*innen wird auch eine kleine Gruppe Auszubildender am Training teilnehmen.
Für die Verpflegung wird unter anderem hofeigenes Gemüse verwendet. Hierfür fällt zusätzlich ein Unkostenbeitrag von 70 € pro Person und Training an.


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